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Color Whirl

H260330
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  • Farbkreis für das richtig Mischen von Farben

  • In diesem Farbkreis sind die Primärfarben Rot, Gelb, Blau dargestellt, umgeben von den daraus gemischten Sekundärfarben Orange, Grün, Violett und ergänzt durch jeweils eine Zwischenstufe (Gelb-Orange, Gelb-Grün, Blau-Grün, Blau-Violett, Rot, Violett, Rot-Orange).

Anwendung: 
Zum Mischen der Hauptfarben (außen) mit Schwarz, Weiß, Blau Gelb oder Rot, drehen Sie die aufliegende Scheibe so, dass sich die gewünschte Mischfarbe unterhalb der jeweiligen Hauptfarbe befindet. In dem freien Feld unterhalb der Mischfarbe können Sie das Ergebnis ablesen.

 

Farbenlehre:
Die Primärfarben Gelb, Rot und Blau bilden den Grundbaustein der Farbenlehre, denn alle anderen Farben werden durch Mischen aus ihnen gewonnen. Die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett entstehen durch Eins-zu-Eins-Mischung aus je zwei Primärfarben. Durch das Mischen der Sekundärfarben mit ihren benachbarten Primärfarben erhält man sechs Zwischenstufen. Werden wiederum zwei Sekundärfarben gemischt, erhält man eine Tertiärfarbe. Während Sekundärfarben aus jeweils zwei Primärfarben entstehen, sind Tertiärfarben ein Gemisch aus allen drei Primärfarben. Tertiärfarben umfassen die große Palette der Braun- und Olivtöne, da immer komplementäre Farbanteile enthalten sind. Insgesamt sind bei den Tertiärfarben ca. 100.000 unterscheidbare Mischungen möglich, bei den Sekundärfarben sind es "nur" ca. 160.

Komplementärfarbe (lat. complementum: Ergänzung):
Im Farbkreis gegenüberliegende Farben werden Komplementärfarben genannt. Die Farben stehen jeweils in Kontrast zueinander, wobei der stärkste Kontrast bei genau gegenüberliegender Positionierung entsteht. Komplementärfarben lassen sich gegenseitig kräftiger und leuchtender erscheinen. Nach dem Modell von Goethe / Itten sind die folgenden Kombinationen komplementär und werden für künstlerische Zwecke genutzt: Blau ↔ Orange, Rot ↔ Grün und Gelb ↔ Violett . Miteinander gemischt, neutralisieren sie sich gegenseitig oder ergeben gebrochene Grautöne. Sowohl bei der additiven Farbmischung als auch bei der subtraktiven Farbmischung nennt man diejenige Farbe komplementär, die mit der Ursprungsfarbe gemischt einen (neutralen) Grauton ergibt. Eine Komplementärfarbe ergänzt eine andere Farbe zu Weiß (bei Lichtfarben bzw. RGB-Farben) oder zu Schwarz (bei Körperfarben bzw. CMY-Farben).

Kontraste:

• Kalt-Warm-Kontrast: Als warme Farben bezeichnet man Rot orange und Gelb, als kalte Farben werden Grau, Blau und Violett angesehen. Die Farben lösen beim Betrachter verschiedene Emotionen aus, Z.B. Nähe (warme Farben) und Distanz (kalte Farben).

• Hell-Dunkel-Kontrast (HDK): Man bezeichnet damit den Kontrast, der durch die unterschiedliche Helligkeit zweier Farben entsteht. Beim HDK wird die Ausgewogenheit der visuellen Wahrnehmung angestrebt.

• Farbe-an-sich-Kontrast (FASK): Dieser Kontrast auch Farbton-Kontrast genannt. Er entsteht sobald mindestens zwei reine Farben verwendet werden. Durch das Abmischen mit anderen Farben wird der Farbe-an-sich-Kontrast schwächer. Am stärksten ist der FASK, wenn die reinen Farben Gelb, Rot, Blau im Dreiklang verwendet werden.

• Qualitätskontrast (QK): Kontrast zwischen gesättigten, leuchtenden Farben und stumpfen, trüben und gebrochenen Farben.

• Komplementärkontrast (KK): ist der subjektive Kontrast, der zwischen zwei komplementären Farben entsteht.

Effekte:
Die Modulationen sind für Künstler sehr wichtig, denn man kann jede beliebige Farbe mischen, wenn man von einer Primär- oder Sekundärfarbe ausgeht und eine passende Menge Schwarz und/oder Weiß hinzufügt. Eine Farbe wirkt zum Beispiel umso weiter entfernt, je kälter und blasser sie ist und umso näher, je wärmer und kräftiger sie ist.

Farbklänge:
Kombinationen aus mehreren Farben, die bei gleicher Helligkeit und Farbqualität in einer definierten Beziehung zueinander stehen. Farbklänge wirken harmonisch und dennoch kontrastreich. Ist der Farbkreis korrekt abgestimmt, lassen sich als angenehm empfundene "Farbklänge" über einfache geometrische Beziehungen finden. Farben, die im gleichen Abstand zueinander liegen, können Dreiklänge in Form gleichseitiger Dreiecke bilden.

Harmonie:
Harald Küppers beschreibt eine harmonische Farbkomposition als "das visuelle Erscheinungsbild, welches uns ästhetisch berührt". So wirken harmonische Farbkompositionen angenehm auf den Betrachter, ein "Hard-Edge-Kontrast" (das übereinanderlegen komplementärer Farben) hingegen überfordert das menschliche Auge und wird daher als unangenehm empfunden.